HECKER'S HOTEL Blog
08.08.2012 Tanz im August 2012
Vom 10. bis 25. August 2012
Eröffnet wird die 24. Ausgabe des Festivals für zeitgenössischen Tanz und Performance im Haus der Berliner Festspiele mit einem Gastspiel des japanischen Choreografen Saburo Teshigawara und seiner Company Karas. Das Gruppenstück „Mirror and Music“ besticht durch eine kontrastreiche Komposition aus Bewegung, Klang und Licht und produziert eine Atmosphäre, in der Meditation und Apokalypse eng beieinander liegen.
Ein Themenstrang, der sich durch das diesjährige Festival zieht, ist die Verbindung von Tanz und Sprache. Unter dem Motto „Figures of Speech“ (Sprachfiguren) haben die Kuratoren eine Reihe an Produktionen eingeladen, bei denen gesprochene oder geschriebene Sprache eine entscheidende Rolle spielt. Sei es als rhythmischer Impulsgeber für die Bewegung, als schriftliche Grundlage einer Choreografie oder als narrative Ebene der Inszenierung. Beim Solo „It’s going to get worse and worse and worse, my friend“ von Lisbeth Gruwez ist es eine Rede des ultrakonservativen amerikanischen Fernsehpredigers Jimmy Swaggart, die die Choreografin rhythmisch und gestisch in exakte Bewegungsabläufe transformiert.
Publikumsgespräche, Filme, Partys und vor allem das neu gestaltete Rahmenprogramm sideshow, kuratiert von den Künstlern Eva Meyer-Keller und Rico Repotente (mit Yoga, Joggen, Workshops, Konzerten und Performances sowie dem sideshow-Saloon) bringen Künstler, Fachleute und Publikum zusammen.
Außerdem gibt es in diesem Jahr eine Kooperation von "Tanz im August" mit der "Tanznacht Berlin", u.a. mit dem ortsspezifischen Projekt X-Choreografen, für das 15 Choreografen den ehemaligen Berliner Westen rund um den Kurfürstendamm erforschen. Am 25. August sind dann alle Besucher zu einem gemeinsamen Abschlussprogramm mit anschließender Party ins Podewil eingeladen.
Weitere Informationen: www.tanzimaugust.de

